Recht
schnell wird man bei der Beschäftigung mit Philosophie mit ihren Themen
vertraut. Doch herauszufinden, wie man Philosophie betreibt, was ein spezifisch
philosophisches Argument ist, wie man gültige und ungültige Argumente
unterscheidet, das erweist sich als viel schwieriger. Oft verstreicht ein
ganzes Studium, ehe man dahinterkommt, denn niemand sagt einem, was das
Philosophieren seiner Struktur nach ist oder sein sollte und wie man es macht. Genau das versucht Jay Rosenberg in
seinem Buch. Er tritt einen Schritt hinter die Arbeit des Philosophen zurück
und beschreibt, was in ihr geschieht. Man lernt bei der Lektüre
zunächst, wie man Argumente sowohl ihrer Form als auch ihrem Inhalt nach
bewertet. Doch das ist nur ein Teil des Buches. Rosenberg verwendet besonders
viel Zeit darauf herauszuarbeiten, wie man philosophische Themen diskutiert und
kritisiert. Viele komplizierte Dinge gibt es dabei zu beachten, Dinge, die in
einem Logikhandbuch beispielsweise nicht zu finden sind. Rosenberg gibt damit
dem Anfänger - und auch dem Fortgeschrittenen - eine Hilfe, die er bislang
vergeblich suchte. Dazu gehört, dass das Buch ausführlich erörtert, wie man
eigene philosophische Essays schreibt: was es heißt, einen in der Literatur
angetroffenen Disput zu analysieren und zu bewerten; was es bedeutet, ein
Problem zu formulieren und zu lösen; worauf es ankommt, wenn man eine eigene,
neue These formulieren und verteidigen will. All dies erläutert Rosenberg
anhand vieler Beispiele. Das Buch wendet sich an Studenten und Dozenten der
Philosophie, aber auch an alle anderen, die wissen möchten, worum es in dieser
Disziplin geht.
Aus den Jahrtausendschätzen der Philosophie hat
Christina Münk für ihre Leser die nützlichsten Ratschläge und klügsten Gedanken
herausgesucht: Für ein glückliches Leben und gegen den inneren Schweinehund,
gegen schwarze Stunden und die Krisen des Alltags. Münk aktiviert die
Heilkräfte unseres Geistes und führt dabei in über 2000 Jahre
Philosophiegeschichte ein. In ihrer philosophischen Hausapotheke stehen u.a.
für uns bereit: Mittel gegen Kummer und Sorgen vom griechischen Lebensberater
Antiphon, Sokrates Leitlinien für ein richtiges Leben und Sterben, John Lockes
Methode zur Bekämpfung schlechter Angewohnheiten, Nietzsches Rosskur
bei Sinnverlust, Sartres Fluchtplan aus der Hölle, de Beauvoirs Wegweiser
aus den Zwängen der Geschlechterideologie, Peter Bieris Lehre zur Erlangung von
Selbstbestimmung und Sloterdijks mentales Fitness-Training für den Allkampf des
Lebens.
Existenzphilosophie
fragt nach dem Sinn menschlichen Lebens. Für den Konstruktivismus ist diese
Frage schon beantwortet, ja, sinnlos: Für ihn ist die Wirklichkeit des
Einzelnen ohnehin die ganze Wirklichkeit - es gibt keine
"Objektivität". So fremd sich beide Denkweisen also gegenüberstehen,
so nahe sind sie sich in ihrer radikalen Subjektivität. René Weiland nimmt
diese fremde Nähe in den Blick, indem er sich von der Kategorie der
Innen-Außen-Differenz als eines Schaltbegriffs leiten lässt, der beide Denkweisen
untergründig miteinander verbindet: als Nahtstelle alles Systemischen
wie als Nadelöhr unserer Individuationen. Ein Buch für Philosophen
und Psychologen - und für Resilienz-Forscher.
Die Gedankenmodelle der Öknomie haben alle anderen
Sozialwissenschaften erobert und beherrschen sie. So haben die
Ökonomen auch den Seelenhaushalt des modernen Menschen zu ihrer Sache gemacht
und ein Modell entwickelt, das unterstellt, dass jeder Mensch ausschließlich an
sich und seinen Vorteil denkt. Dieses Buch untersucht, wie aus dem ursprünglich
harmlosen Modell eine Falle wurde. Vor sechzig Jahren wurde von Militärs und
Ökonomen das theoretische Modell eines Menschen entwickelt. Ein egoistisches
Wesen, das nur auf das Erreichen seiner Ziele, auf seinen Vorteil und
das Austricksen der anderen bedacht war: ein moderner Homo oeconomicus. Nach
seiner Karriere im Kalten Krieg wurde er nicht ausgemustert, sondern eroberte
den Alltag des 21. Jahrhunderts. Aktienmärkte werden heute durch ihn gesteuert,
Menschen ebenso. Frank Schirrmacher zeichnet in seinem bahnbrechenden
Bestseller die Spur eines monströsen Doppelgängers nach und macht uns klar,
dass für uns nichts Geringeres als die Demokratie auf dem Spiel steht.
Die Digitalisierung aller Lebensbereiche verändert
unsere Gesellschaften ähnlich radikal wie die industrielle Revolution vor 200
Jahren: Internet-Konzerne sichern sich die Kontrolle über ganze Branchen;
Spähprogramme stellen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung infrage.
Und wenn Google-Chef Eric Schmidt schreibt, das Unternehmen wisse, wo wir sind,
und könne mehr oder weniger sagen, was wir gerade denken, werden endgültig die
düstersten Voraussagen der Science-Fiction Realität. Angesichts dieser historischen
Herausforderung ergriff Martin Schulz, der Präsident
des Europäischen Parlaments, im Februar 2014 mit einem kämpferischen
Appell in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Wort. An der von Schulz
angestoßenen Diskussion beteiligten sich seither zahlreiche prominente
Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Der Band enthält die
Beiträge dieser längst überfälligen Debatte. Mit Texten von Mathias Döpfner,
Hans Magnus Enzensberger, Sigmar Gabriel, Sascha Lobo, Evgeny Morozov, Frank
Schirrmacher, Eric Schmidt, Juli Zeh und vielen anderen.
Der kleine Alltagsphilosoph erfüllt, was viele sich
von der Philosophie erwarten: Orientierung bei allen möglichen Fragen des
modernen Lebens. Was bedeutet eigentlich heute Freundschaft - angesichts von
714 Facebook-Freunden? Was ist Glück? Bin ich ein Egoist, wenn ich mich mal nur
um mich kümmern will? Oder auch: Woran erkennt man guten Sex? Diese und viele
weitere spannende Fragen beantwortet der Autor, indem er abendländische
Philosophen und Denker klug zu Rate zieht. Letztlich geht es um Fragen nach den
Grundlagen des Zusammenlebens, nach menschlichen Werten, die doch über
die Jahrtausende seit Platon dieselben geblieben sind, aber dennoch
vor dem Hintergrund des heutigen Zeitgeists neu beantwortet werden müssen. Das
Buch besticht durch typische Fragestellungen aus dem richtigen Leben, mit denen
sich jeder identifizieren kann. Die Antworten sind ebenso ratgeberisch wie
unterhaltsam. Als Zugabe wird jeder zitierte Philosoph kurz und einprägsam
portraitiert.
Die behandelten Themen des Buchs:
·
Liebe und Partnerschaft
·
Freundschaft und Gemeinschaft
·
Spiritualität und Religion
Mit diesem Buch hilft uns Natalie Knapp dabei, einen
neuen Orientierungssinn für die moderne Welt zu entwickeln und den Alltag
wieder leichter in ein glückendes Leben zu verwandeln.
Wir erfahren, welche Gesetze unbewusst unser Denken
und damit auch unser Leben bestimmen. Dieses Buch hilft dabei, sich von
überholten Denkregeln zu befreien und mit neuen Möglichkeiten des Denkens
vertraut zu werden. Die Autorin zeigt, zum Teil mit verblüffenden
praktischen Hinweisen, was wir eigentlich tun, wenn wir denken, und wie wir das
auch anders tun können
Gelassenheit ist in jeder Lebensphase ein Gewinn,
insbesondere aber beim Älterwerden. Dieses Buch zeigt in zehn Schritten den Weg
zu ihr auf. Es
scheint an ihr zu fehlen: Die fortschreitende Moderne wühlt die Menschen
dermaßen auf und wirbelt ihr Leben so sehr durcheinander, dass die Sehnsucht
nach Gelassenheit wächst. Sie war ein großer Begriff seit der Antike. In der
Moderne aber geriet sie in Vergessenheit. Sie wurde zum Opfer des modernen
Aktivismus, des wissenschaftlich-technischen Optimismus. Die Zurückhaltung, die
sie verkörperte, galt nicht als Tugend. Eine bestimmte Lebenszeit schien lange
wie geschaffen für die Gelassenheit: Das Älterwerden. Aber auch daraus ist eine
stürmische Zeit geworden, die Gelassenheit will nicht mehr so ohne weiteres
gelingen. Wie ist sie wiederzugewinnen? Kann die älter werdende Gesellschaft
eine gelassenere sein?
Wie geht es Menschen, die wissen, dass sie bald
sterben werden? Angst vor Schmerzen und vor einem würdelosen Dahinsiechen sind
häufige Befürchtungen. Aber welche Erinnerungen werden wach? Welche Gedanken,
Fragen, Hoffnungen bleiben? Die Klinikseelsorgerinnen Christiane Bindseil und
Karin Lackus erleben bei ihrer Arbeit auf unterschiedlichen Stationen, wie
viel Wertvolles, Klärendes, Heilsames und Heiteres neben allem Schweren und
Schmerzhaften in der letzten Lebensphase liegen kann. Sie nehmen entschieden
Partei für das Leben vor dem Sterben.
Phantasie und Denken vereint: Der Mensch hat die
einzigartige Fähigkeit, sich Dinge vorzustellen, Experimente im Kopf zu
entwerfen und dann durchzuspielen, um auf diese Weise neue Erkenntnisse zu
gewinnen.
Was dabei eigentlich vorgeht, das untersucht der erste
Teil des Buches. Der zweite Teil versammelt mehr als vierzig
Gedankenexperimente - von Platons Höhlengleichnis bis zu Putnams 'Gehirn im
Tank' sowie Beispiele aus Literatur und Film. Jedes Experiment wird im
Originaltext wiedergegeben (oder nacherzählt). Im Anschluss wird die Diskussion
um das Experiment zusammengefasst und eine abschließende Deutung
geboten.
So ist der Band nicht nur Textsammlung, sondern auch
ein Leitfaden, um eigene Gedankenexperimente zu verfassen.
Karl Borchert, ein aufstrebender Philosoph, erlebt
kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag eine herbe Enttäuschung: Das Projekt,
mit dem er sich endgültig eine feste Position in der Wissenschaft sichern
wollte, wird abgelehnt. Von einem Moment zum anderen steht der ehrgeizige junge
Mann vor dem Nichts. Da kommt es ihm sehr gelegen, dass der hinfällige alte
Professor Leonard Habich ihm anbietet, sein Privatsekretär zu werden. Habich
will endlich ein bahnbrechendes Werk zum Abschluss bringen, an dem er seit
Jahrzehnten arbeitet. Doch über dieses Vorhaben selbst schweigt er sich aus,
und als Karl auf Schloss Urquardt, Habichs einsamem, verfallendem
Wohnsitz unweit von Berlin, eintrifft, geschehen von Anfang an merkwürdige
Dinge. Auch Lara, Habichs verführerische junge Frau, verwirrt Karl zusehends
die Sinne...
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