Was ist Alltagsphilosophie?

Was ist Alltagsphilosophie?

Was bedeutet es für die Themen dieser Veranstaltungsreihe?

In Filmen und Büchern und unseren privaten Gesprächen geht es oft um die zentralen Begriffe uns­eres Zusammen­lebens:

Schuld, Verantwort­ung, Gerechtigkeit, Freiheit, Vergebung. Das sind Begriffe und damit verbundene Probleme, die auch den Kern der Philosophie als Tugend des Denkens bilden.

Dass philosophische Auseinandersetzung Früch­te tragen kann, indem sie alltägliche Ein­stel­lun­gen genauer beleuchtet, wollen wir gemein­sam erarbeiten und wie man philosophisch diskutiert und argumentiert.

Entdecken Sie selbst, wo die Philosophie im Alltag überall lauert:

Rationale Entscheidungen, Intuition, Gefühle und Stimmungen, die Inter­pre­ta­tion der Wahr­nehmung, Zweifel, Glaube und Überzeugungen, Meinungen und Wünsche:

Haben Sie schon ein­mal einen Tag lang auf all dies verzichtet? Sicher nicht!

Auch Sie stellen täglich philo­sophische Überlegungen an, wie „Brauche ich einen Sinn für mein Handeln?“ oder „Darf ich das tun, ist das alles erlaubt?“

aktuelle Buchtipps

Leben mit Philosophie

Recht schnell wird man bei der Beschäftigung mit Philosophie mit ihren Themen vertraut. Doch herauszufinden, wie man Philosophie betreibt, was ein spezifisch philosophisches Argument ist, wie man gültige und ungültige Argumente unterscheidet, das erweist sich als viel schwieriger. Oft verstreicht ein ganzes Studium, ehe man dahinterkommt, denn niemand sagt einem, was das Philosophieren seiner Struktur nach ist oder sein sollte und wie man es macht. Genau das versucht Jay Rosenberg in seinem Buch. Er tritt einen Schritt hinter die Arbeit des Philosophen zurück und beschreibt, was in ihr geschieht. Man lernt bei der Lektüre zunächst, wie man Argumente sowohl ihrer Form als auch ihrem Inhalt nach bewertet. Doch das ist nur ein Teil des Buches. Rosenberg verwendet besonders viel Zeit darauf herauszuarbeiten, wie man philosophische Themen diskutiert und kritisiert. Viele komplizierte Dinge gibt es dabei zu beachten, Dinge, die in einem Logikhandbuch beispielsweise nicht zu finden sind. Rosenberg gibt damit dem Anfänger - und auch dem Fortgeschrittenen - eine Hilfe, die er bislang vergeblich suchte. Dazu gehört, dass das Buch ausführlich erörtert, wie man eigene philosophische Essays schreibt: was es heißt, einen in der Literatur angetroffenen Disput zu analysieren und zu bewerten; was es bedeutet, ein Problem zu formulieren und zu lösen; worauf es ankommt, wenn man eine eigene, neue These formulieren und verteidigen will. All dies erläutert Rosenberg anhand vieler Beispiele. Das Buch wendet sich an Studenten und Dozenten der Philosophie, aber auch an alle anderen, die wissen möchten, worum es in dieser Disziplin geht. 

"Philosophy your life“, Christina Münk.
Aus den Jahrtausendschätzen der Philosophie hat Christina Münk für ihre Leser die nützlichsten Ratschläge und klügsten Gedanken herausgesucht: Für ein glückliches Leben und gegen den inneren Schweinehund, gegen schwarze Stunden und die Krisen des Alltags. Münk aktiviert die Heilkräfte unseres Geistes und führt dabei in über 2000 Jahre Philosophiegeschichte ein. In ihrer philosophischen Hausapotheke stehen u.a. für uns bereit: Mittel gegen Kummer und Sorgen vom griechischen Lebensberater Antiphon, Sokrates Leitlinien für ein richtiges Leben und Sterben, John Lockes Methode zur Bekämpfung schlechter Angewohnheiten, Nietzsches Rosskur bei Sinnverlust, Sartres Fluchtplan aus der Hölle, de Beauvoirs Wegweiser aus den Zwängen der Geschlechterideologie, Peter Bieris Lehre zur Erlangung von Selbstbestimmung und Sloterdijks mentales Fitness-Training für den Allkampf des Lebens.

Existenzphilosophie fragt nach dem Sinn menschlichen Lebens. Für den Konstruktivismus ist diese Frage schon beantwortet, ja, sinnlos: Für ihn ist die Wirklichkeit des Einzelnen ohnehin die ganze Wirklichkeit - es gibt keine "Objektivität". So fremd sich beide Denkweisen also gegenüberstehen, so nahe sind sie sich in ihrer radikalen Subjektivität. René Weiland nimmt diese fremde Nähe in den Blick, indem er sich von der Kategorie der Innen-Außen-Differenz als eines Schaltbegriffs leiten lässt, der beide Denkweisen untergründig miteinander verbindet: als Nahtstelle alles Systemischen wie als Nadelöhr unserer Individuationen. Ein Buch für Philosophen und Psychologen - und für Resilienz-Forscher.

„EGO Das Spiel des Lebens“, Frank Schirrmacher.
Die Gedankenmodelle der Öknomie haben alle anderen Sozialwissenschaften erobert und beherrschen sie. So haben die Ökonomen auch den Seelenhaushalt des modernen Menschen zu ihrer Sache gemacht und ein Modell entwickelt, das unterstellt, dass jeder Mensch ausschließlich an sich und seinen Vorteil denkt. Dieses Buch untersucht, wie aus dem ursprünglich harmlosen Modell eine Falle wurde. Vor sechzig Jahren wurde von Militärs und Ökonomen das theoretische Modell eines Menschen entwickelt. Ein egoistisches Wesen, das nur auf das Erreichen seiner Ziele, auf seinen Vorteil und das Austricksen der anderen bedacht war: ein moderner Homo oeconomicus. Nach seiner Karriere im Kalten Krieg wurde er nicht ausgemustert, sondern eroberte den Alltag des 21. Jahrhunderts. Aktienmärkte werden heute durch ihn gesteuert, Menschen ebenso. Frank Schirrmacher zeichnet in seinem bahnbrechenden Bestseller die Spur eines monströsen Doppelgängers nach und macht uns klar, dass für uns nichts Geringeres als die Demokratie auf dem Spiel steht.

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche verändert unsere Gesellschaften ähnlich radikal wie die industrielle Revolution vor 200 Jahren: Internet-Konzerne sichern sich die Kontrolle über ganze Branchen; Spähprogramme stellen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung infrage. Und wenn Google-Chef Eric Schmidt schreibt, das Unternehmen wisse, wo wir sind, und könne mehr oder weniger sagen, was wir gerade denken, werden endgültig die düstersten Voraussagen der Science-Fiction Realität. Angesichts dieser historischen Herausforderung ergriff Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments, im Februar 2014 mit einem kämpferischen Appell in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Wort. An der von Schulz angestoßenen Diskussion beteiligten sich seither zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Der Band enthält die Beiträge dieser längst überfälligen Debatte. Mit Texten von Mathias Döpfner, Hans Magnus Enzensberger, Sigmar Gabriel, Sascha Lobo, Evgeny Morozov, Frank Schirrmacher, Eric Schmidt, Juli Zeh und vielen anderen.

Alltagsphilosophie

Der kleine Alltagsphilosoph erfüllt, was viele sich von der Philosophie erwarten: Orientierung bei allen möglichen Fragen des modernen Lebens. Was bedeutet eigentlich heute Freundschaft - angesichts von 714 Facebook-Freunden? Was ist Glück? Bin ich ein Egoist, wenn ich mich mal nur um mich kümmern will? Oder auch: Woran erkennt man guten Sex? Diese und viele weitere spannende Fragen beantwortet der Autor, indem er abendländische Philosophen und Denker klug zu Rate zieht. Letztlich geht es um Fragen nach den Grundlagen des Zusammenlebens, nach menschlichen Werten, die doch über die Jahrtausende seit Platon dieselben geblieben sind, aber dennoch vor dem Hintergrund des heutigen Zeitgeists neu beantwortet werden müssen. Das Buch besticht durch typische Fragestellungen aus dem richtigen Leben, mit denen sich jeder identifizieren kann. Die Antworten sind ebenso ratgeberisch wie unterhaltsam. Als Zugabe wird jeder zitierte Philosoph kurz und einprägsam portraitiert.
Die behandelten Themen des Buchs:
·             Glück und Sinn
·              Liebe und Partnerschaft
·              Freundschaft und Gemeinschaft
·              Arbeit und Beruf
·              Freizeit und Erholung
·              Gesundheit und Heilung
·              Wissen und Weisheit
·              Natur und Ökologie
·              Spiritualität und Religion

"Kompass neues Denken", Natalie Knapp. 
Mit diesem Buch hilft uns Natalie Knapp dabei, einen neuen Orientierungssinn für die moderne Welt zu entwickeln und den Alltag wieder leichter in ein glückendes Leben zu verwandeln.

"Der Quantensprung des Denkens", Natalie Knapp. 
Wir erfahren, welche Gesetze unbewusst unser Denken und damit auch unser Leben bestimmen. Dieses Buch hilft dabei, sich von überholten Denkregeln zu befreien und mit neuen Möglichkeiten des Denkens vertraut zu werden. Die Autorin zeigt, zum Teil mit verblüffenden praktischen Hinweisen, was wir eigentlich tun, wenn wir denken, und wie wir das auch anders tun können 


Alter 


Gelassenheit ist in jeder Lebensphase ein Gewinn, insbesondere aber beim Älterwerden. Dieses Buch zeigt in zehn Schritten den Weg zu ihr auf. Es scheint an ihr zu fehlen: Die fortschreitende Moderne wühlt die Menschen dermaßen auf und wirbelt ihr Leben so sehr durcheinander, dass die Sehnsucht nach Gelassenheit wächst. Sie war ein großer Begriff seit der Antike. In der Moderne aber geriet sie in Vergessenheit. Sie wurde zum Opfer des modernen Aktivismus, des wissenschaftlich-technischen Optimismus. Die Zurückhaltung, die sie verkörperte, galt nicht als Tugend. Eine bestimmte Lebenszeit schien lange wie geschaffen für die Gelassenheit: Das Älterwerden. Aber auch daraus ist eine stürmische Zeit geworden, die Gelassenheit will nicht mehr so ohne weiteres gelingen. Wie ist sie wiederzugewinnen? Kann die älter werdende Gesellschaft eine gelassenere sein?

Tod 

„Mir geht es gut, ich sterbe gerade“, Christiane Bindseil Karin Lackus

Wie geht es Menschen, die wissen, dass sie bald sterben werden? Angst vor Schmerzen und vor einem würdelosen Dahinsiechen sind häufige Befürchtungen. Aber welche Erinnerungen werden wach? Welche Gedanken, Fragen, Hoffnungen bleiben? Die Klinikseelsorgerinnen Christiane Bindseil und Karin Lackus erleben bei ihrer Arbeit auf unterschiedlichen Stationen, wie viel Wertvolles, Klärendes, Heilsames und Heiteres neben allem Schweren und Schmerzhaften in der letzten Lebensphase liegen kann. Sie nehmen entschieden Partei für das Leben vor dem Sterben.

Gedankenexperimente


Phantasie und Denken vereint: Der Mensch hat die einzigartige Fähigkeit, sich Dinge vorzustellen, Experimente im Kopf zu entwerfen und dann durchzuspielen, um auf diese Weise neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Was dabei eigentlich vorgeht, das untersucht der erste Teil des Buches. Der zweite Teil versammelt mehr als vierzig Gedankenexperimente - von Platons Höhlengleichnis bis zu Putnams 'Gehirn im Tank' sowie Beispiele aus Literatur und Film. Jedes Experiment wird im Originaltext wiedergegeben (oder nacherzählt). Im Anschluss wird die Diskussion um das Experiment zusammengefasst und eine abschließende Deutung geboten.
So ist der Band nicht nur Textsammlung, sondern auch ein Leitfaden, um eigene Gedankenexperimente zu verfassen.

"Das Gedankenexperiment",  Jonas Winner, Roman.

Karl Borchert, ein aufstrebender Philosoph, erlebt kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag eine herbe Enttäuschung: Das Projekt, mit dem er sich endgültig eine feste Position in der Wissenschaft sichern wollte, wird abgelehnt. Von einem Moment zum anderen steht der ehrgeizige junge Mann vor dem Nichts. Da kommt es ihm sehr gelegen, dass der hinfällige alte Professor Leonard Habich ihm anbietet, sein Privatsekretär zu werden. Habich will endlich ein bahnbrechendes Werk zum Abschluss bringen, an dem er seit Jahrzehnten arbeitet. Doch über dieses Vorhaben selbst schweigt er sich aus, und als Karl auf Schloss Urquardt, Habichs einsamem, verfallendem Wohnsitz unweit von Berlin, eintrifft, geschehen von Anfang an merkwürdige Dinge. Auch Lara, Habichs verführerische junge Frau, verwirrt Karl zusehends die Sinne...



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