Was ist Alltagsphilosophie?

Was ist Alltagsphilosophie?

Was bedeutet es für die Themen dieser Veranstaltungsreihe?

In Filmen und Büchern und unseren privaten Gesprächen geht es oft um die zentralen Begriffe uns­eres Zusammen­lebens:

Schuld, Verantwort­ung, Gerechtigkeit, Freiheit, Vergebung. Das sind Begriffe und damit verbundene Probleme, die auch den Kern der Philosophie als Tugend des Denkens bilden.

Dass philosophische Auseinandersetzung Früch­te tragen kann, indem sie alltägliche Ein­stel­lun­gen genauer beleuchtet, wollen wir gemein­sam erarbeiten und wie man philosophisch diskutiert und argumentiert.

Entdecken Sie selbst, wo die Philosophie im Alltag überall lauert:

Rationale Entscheidungen, Intuition, Gefühle und Stimmungen, die Inter­pre­ta­tion der Wahr­nehmung, Zweifel, Glaube und Überzeugungen, Meinungen und Wünsche:

Haben Sie schon ein­mal einen Tag lang auf all dies verzichtet? Sicher nicht!

Auch Sie stellen täglich philo­sophische Überlegungen an, wie „Brauche ich einen Sinn für mein Handeln?“ oder „Darf ich das tun, ist das alles erlaubt?“

Freitag, 23. Dezember 2016

An alle Teilnehmer und Interessenten des Gesprächskreises,

Der Stammtisch ruht über die Feiertage und wird am 12. Januar 2017 in der Weinstube WeinGut um 19:00 Uhr fortgesetzt.

Für den Gesprächskreis- und Vortragsabend gibt es wieder einen Ort, wo wir uns treffen können:

Mehrgenerationenhaus Sonnenblume - Bad Dürkheim

Dresdner Str. 2 (Anfahrt und Eingang über die Kanalstrasse) 67098 Bad Dürkheim
In der Cafeteria finden wir die geeigneten Voraussetzungen für unsere Treffen und Vorträge.

Unsere neue Email-Adresse lautet:  gkreis.phil@gmail.com

Die für 2017 geplanten Termine bleiben mit kleinen Änderungen bestehen.


Die nächste Veranstaltung zum Thema Philosophie der Lebensführung findet am Donnerstag 19. Januar 2017 um 19:00 Uhr statt.

Ich wünsche Ihnen geruhsame und besinnliche Feiertage und freue mich auf ein Wiedersehen in 2017

Freitag, 9. Dezember 2016

Kompass neues Denken

Vortrag von Prof. Dr. Schwalm bei der Phil.Ges. in Deidesheim am Mittwoch, den 11.01.2017 um 15:00 Uhr im dortigen Steigenberger Hotel

Infos in folgendem Merkblatt (Bitte anklicken)

Montag, 28. November 2016

8. Dezember 2016

Gedankenexperimente in Theorie und Praxis

Ein sehr informatives Reclam Buch "Philosophische Gedankenexperimente Ein Lese- und Studienbuch" herausgegeben von Georg W. Bertram,ist gut geeignet die philosophischen und theoretischen Grundlagen des Themas kennen zu lernen. Geschichte und Begriff, Typologie und Funktionalität.

Kurze Übungen zur Argumentation in den ausgewählten Beispielen von Gedankenexperimenten helfen zu verstehen, wie diese funktionieren.. Zum Beispiel:


Achilles und die Schildkröte               Das Höhlengleichnis
Das Chinesische Zimmer                    Die Zwillingserde

Theorie philosophischer Gedankenexperimente:

Struktur von Gedankenexperimenten

Geschichte und Begriff

Typologie

Gedankenexperimente als besondere Argumentation

wie funktionieren Gedankenexperimente.

Literaturhinweise und weblinks

Das Buch zitiert insgesamt 40 Gedankenexperimente. Sie zeigen einen Textausschnitt, Kommentare und erklären in unterschiedlichen Aspekten die Thematik und die Funktionsweise des Gedankenexperiments.


Als weiter führende Literatur wird der Roman des Philosophen Jonas Winner:„Das Gedankenexperiment“ empfohlen. Die spannende Lektüre braucht Zeit und Geduld. Das Ergebnis kann aber eine anspruchsvolle und intensive Auseinandersetzung mit unserem Thema sein.

Als Fazit des Romans kann gelten: Philosophische Gedankenexperimente sind Abenteuer im Kopf. Sie zu bestehen bedeutet, die eigenen, gewohnten Verständnisse aufs Spiel setzen zu können.

Montag, 14. November 2016

aktuelle Diskussionsthemen beim Stammtisch Alltagsphilosophie

Einige der ansgesprochenen Themen kommen auch in meinen Buchempfehlungen vor.
Deshalb im folgenden einige Hinweise zu entsprechenden Buchtiteln. Die passenden Leseproben erhalten die Teilnehmer am Gesprächskreis Alltagsphilosophie mit einer separaten Email. Die Hinweise auf die Buchdaten erfahren Sie durch Klick auf den jeweiligen Titel.
                                                                                                                               
Christoph Quarch: 
Gräfe & Unzer-Verlag
                                                                                                                               
darin:
Spiritualität und Religion
Es gibt eine Tiefendimension des Lebens, aus der uns Sinn und Trost zuwachsen. Sich mit ihr zu verbinden, ist das Anliegen aller spirituellen Wege. Dafür kann, muss man aber nicht einer Religion angehören.

                                                                                                                                  
Wilhelm Schmid 
Insel Verlag
                                                                                                                                  
darin:
Verhältnis zum Tod
Gelassenheit ist, was wir gewinnen können, wenn wir älter werden. Ein neunter Schritt auf dem Weg zu ihr ist, eine Haltung zur Grenze des Lebens zu finden, die näher rückt. Immer häufiger sind wir mit dem Tod Anderer konfrontiert, der jedes Mal nahegeht, manchmal sehr nahe, und wir ertappen uns bei dem Gedanken: Er oder sie hat es hinter sich. Sind die eigenen Eltern nicht mehr da, ist von diesem Moment an klar: Wir selbst stehen nun an der Front, kein Puffer ist mehr zwischen hier und dort.

Gedanken zu einem möglichen Leben nach dem Tod
Möglicherweise kommt einem Menschen jetzt erst eine metaphysische Dimension in den Sinn. Die muss keineswegs, wie manche glauben, »jenseits der Natur« sein ... Es könnte sich auch um die diesseitige kosmische Natur handeln, die jede Endlichkeit unendlich weit überschreitet, sie also im Wortsinne »transzendiert«. Gelassenheit ist das Gefühl und der Gedanke, sich in einer Unendlichkeit geborgen zu wissen, für die es nicht wichtig ist, welchen Namen sie trägt.

Freitag, 14. Oktober 2016

3.November 2016 


Filosofix heißt eine Sendereihe des Schweizer Rundfunks und Fernsehens.
·             Was ist richtig?
·            Was ist wirklich?
·            Und wer bin ich?
In dieser SRF-Reihe werden bekannte und beliebte Beispiele aus der Philosophie in Comic-Form unterhaltsam präsentiert.
Die Philosophie stellt die großen Fragen des Lebens. Die Sendungen stellen solche Fragen vor in animierten Gedankenexperimenten und zeigenÜbers Leben sinnieren ist anregend und unterhaltsam.

Eine Auswahl der vorgestellten Gedankenexperimente wird analysiert, durchdacht und bearbeitet. 

(unten in der Liste anklicken um das zugehörige Video auf YouTube zu sehen!)


·         Straßenbahn-Problem  
·         Schiff des Theseus             
·         Gehirn im Tank   
·         Teekanne im All
·         Schleier des Nichtwissens
·         Der bewusstlose Geiger
·         Mary
·         Kind im Teich
·         Schrödingers Katze

Andere Angebote  wie der philosophische Selbsttest
Bin ich frei? Wenn es um unsere Freiheit geht, streiten sich Libertarier, Freiheitsskeptiker und Kompatibilisten. Wo stehen Sie? Welche Ethik vertrete ich? Darf man lügen? Ist Folter moralisch vertretbar? Und gibt es Situationen, in denen man einen Menschen töten darf? Über solche Fragen herrscht in der Ethik Uneinigkeit. Bin ich ein Dualist? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Wie hängen Geist und Körper zusammen? Und: Ist unser Ich vielleicht nur eine Illusion unseres Gehirns?
Diese persönlichen Fragen stellen sich oft auch in philosophischen Gedankenexperimenten, weshalb man sich selbst darüber Klarheit verschaffen sollte.
Interessant sind auch die SRF Kurzhörspiele mit Sokrates und Xanthippe zu diversen philosophischen Themen.

13. Oktober 2016


The Philosophers, Wer überlebt?

(Wir nehmen Bezug auf die Teile des Films, die Gedankenexperimente betreffen)

Das Hauptthema des Films ist die atomare Katastrophe und das dazu gehörige Bunker- Problem.
Der Philosophielehrer erklärt der Klasse folgendes Gedankenexperiment: Atombomben fallen, die Schüler können sich zu einem Atomschutzbunker retten, der allerdings nur 10 Insassen für die Dauer eines Jahres Überlebensmöglichkeit bietet. Es ist innerhalb kürzester Zeit eine Auswahl zu treffen: Sie sind mit dem Lehrer 21 Menschen. 11 dürfen also nicht hinein!

Einziges Mittel der Auswahl ist die Logik. Als oberstes Ziel gilt im Film das Überleben der Menschheit um jeden Preis.

Doch genau dieses Ziel, so einleuchtend es auch sein mag, ist es, das man als Philosophierender zu hinterfragen hat, sagt Dr.A.Wiehart in seiner umfangreichen Kritik

Ist es etwa wirklich erstrebenswert, einen Atomkrieg zu überleben und das Weiterbestehen der Menschheit zu sichern?
·  Bieten die Umstände nach dem Atomkrieg noch Gelegenheiten für Menschen, würdig zu leben?
·  Hat die Menschheit sich durch die Vernichtung des größten Teils des irdischen Lebens nicht disqualifiziert?
·  Gibt es unabhängig davon einen triftigen Grund, warum es überhaupt besser sein soll, dass die Menschheit existiert, als dass sie nicht existiert?

Diese immer offenen Fragen nachvollziehbar zu stellen, bleibt daher unsere Aufgabe.

Die  im Film erwähnten weiteren Gedankenexperimente werden wir auch kurz bearbeiten:
·         Infinite-monkey-theorem
·         Straßenbahn-Problem
 Unwissenheit-Glück-Paradoxon (Fall vom Turm)

Montag, 10. Oktober 2016

Pressebericht Die Rheinpfalz 11.10.2016

Pressebericht Die Rheinpfalz 11.10.2016 

Geistiges Spiel um Gedankenexperimente
Reihe „Alltagsphilosophie“ in Dürkheimer Stadtbücherei wird am Donnerstag mit Gesprächskreis fortgesetzt
Eine höchst positive Nachricht aus der Stadtbücherei Bad Dürkheim: Das Anfang des Jahres gestartete Projekt „Alltagsphilosophie“ wird fortgesetzt. Professor Hans-Dieter Schwalm, Leiter der Veranstaltungsreihe, hat für die drei folgenden Abende das Thema „Gedankenexperimente“ ausgewählt.

Am kommenden Donnerstag diskutiert der Gesprächskreis über Gedankenexperimente, die in dem packenden Science-Fiction-Film „The Philosophers – Wer überlebt“ angestellt werden. Besonders erfreut über die Fortsetzung der Reihe ist Büchereileiterin Sigrid de Raaf, die selbst an den Diskussionsabenden teilnimmt. Für sie war es wichtig zu lernen, auf einer anderen Ebene und nach bestimmten Regeln zu diskutieren, und zwar unabhängig von emotionalen Befindlichkeiten. In der neuen Veranstaltungsreihe wird der Begriff „philosophisches Gedankenexperiment“ als ein gedankliches Hilfsmittel definiert, mit dem bestimmte Theorien zu untermauern oder zu widerlegen seien. Es werde eingesetzt, um Inhalte, Konsequenzen oder Probleme einer Theorie oder These zu verdeutlichen.
In dem Film „The Philosophers“ erklärt der Philosophielehrer seinen Schülern ein Gedankenexperiment im Zusammenhang mit einer atomaren Katastrophe. Nach dem Abwurf einer Atombombe können sich die Schüler zwar bis zu einem Schutzbunker retten. Doch da in diesem nur zehn Menschen für ein Jahr versorgt werden können, müssen elf der Überlebenden zurückbleiben. Die Auswahl soll schnell, und zwar nach den Prinzipien der Logik und nicht der Ethik getroffen werden. Im Film ist das oberste Ziel das Überleben der Menschheit. Doch dem Philosophierenden stellen sich sofort mehrere Fragen, unter anderem: Ist es erstrebenswert, einen Atomkrieg zu überleben? Hat sich die Menschheit durch die Vernichtung des größten Teils des irdischen Lebens nicht disqualifiziert?
Schwerpunkt der nächsten Diskussionsrunde am 3. November ist die Sendereihe „Filosofix“ des Schweizer Rundfunks und Fernsehens. In dieser werden Beispiele aus der Philosophie in Comic-Form unterhaltsam präsentiert und wichtige Fragen des Lebens gestellt: Was ist richtig? Was ist wirklich? Wer bin ich?
Um Gedankenexperimente in Theorie und Praxis geht es am 8. Dezember. Im Mittelpunkt steht das informative, von Georg W. Bertram herausgegebene Lese- und Studienbuch „Philosophische Gedankenexperimente“. Darin wird zum einen untersucht, wie solche Experimente aufgebaut sind und was in ihnen geschieht. Zum anderen versammelt der Band 40 der wichtigsten Gedankenexperimente aus Philosophie und Literatur.

Termin

Der Gesprächskreis „Alltagsphilosophie“ diskutiert am Donnerstag, 19 Uhr, unter Leitung von Professor Hans-Dieter Schwalm in der Stadtbücherei über das Thema „Gedankenexperimente“.

Samstag, 8. Oktober 2016

Das Thema im Herbst 2016: Gedankenexperimente


Der Mensch hat die einzigartige Fähigkeit, sich Situationen auszudenken und Experimente und Planungen im Kopf durchzuspielen, um auf diese Weise neue Erkenntnisse für die Praxis zu gewinnen.
Logik gilt da oft als oberstes Prinzip für Entscheidungen.
Ein philosophisches Gedankenexperiment ist dem gegenüber ein gedankliches Hilfsmittel, um bestimmte Theorien zu untermauern, zu widerlegen, zu veranschaulichen oder weiter zu denken. Es wird dabei gedanklich eine Situation konstruiert, die real so nicht oder nur sehr schwer herzustellen ist (zum Beispiel eine Reise mit annähernd Lichtgeschwindigkeit). Sodann malt man sich im Geiste aus, welche Folgen sich aus dieser Situation ergeben, wenn man die Theorie auf die Situation anwendet. Ein Experiment wird also in Gedanken simuliert.
Ein Gedankenexperiment ist aber kein Experiment im eigentlichen Sinne. Ein Experiment erprobt Theorien durch Labortest und Versuch, also empirische Anschauung von außen, Ein Gedankenexperiment ist jedoch innerhalb der Theorie gefangen.
Gedankenexperimente dienen in der Philosophie denn auch überhaupt nicht dazu, reale Handlungsoptionen auszuloten und zu bewerten, also Orientierung in lebenswichtigen Entscheidungen oder Situationen zu geben. Vielmehr werden sie eingesetzt, um Inhalte, Konsequenzen oder Probleme einer Theorie beziehungsweise einer These deutlich darzustellen. Die Philosophie hinterfragt also die Voraussetzungen, gerade jene, die den meisten Menschen als sehr nahe liegend erscheinen.