Was ist Alltagsphilosophie?

Was ist Alltagsphilosophie?

Was bedeutet es für die Themen dieser Veranstaltungsreihe?

In Filmen und Büchern und unseren privaten Gesprächen geht es oft um die zentralen Begriffe uns­eres Zusammen­lebens:

Schuld, Verantwort­ung, Gerechtigkeit, Freiheit, Vergebung. Das sind Begriffe und damit verbundene Probleme, die auch den Kern der Philosophie als Tugend des Denkens bilden.

Dass philosophische Auseinandersetzung Früch­te tragen kann, indem sie alltägliche Ein­stel­lun­gen genauer beleuchtet, wollen wir gemein­sam erarbeiten und wie man philosophisch diskutiert und argumentiert.

Entdecken Sie selbst, wo die Philosophie im Alltag überall lauert:

Rationale Entscheidungen, Intuition, Gefühle und Stimmungen, die Inter­pre­ta­tion der Wahr­nehmung, Zweifel, Glaube und Überzeugungen, Meinungen und Wünsche:

Haben Sie schon ein­mal einen Tag lang auf all dies verzichtet? Sicher nicht!

Auch Sie stellen täglich philo­sophische Überlegungen an, wie „Brauche ich einen Sinn für mein Handeln?“ oder „Darf ich das tun, ist das alles erlaubt?“

Montag, 10. Oktober 2016

Pressebericht Die Rheinpfalz 11.10.2016

Pressebericht Die Rheinpfalz 11.10.2016 

Geistiges Spiel um Gedankenexperimente
Reihe „Alltagsphilosophie“ in Dürkheimer Stadtbücherei wird am Donnerstag mit Gesprächskreis fortgesetzt
Eine höchst positive Nachricht aus der Stadtbücherei Bad Dürkheim: Das Anfang des Jahres gestartete Projekt „Alltagsphilosophie“ wird fortgesetzt. Professor Hans-Dieter Schwalm, Leiter der Veranstaltungsreihe, hat für die drei folgenden Abende das Thema „Gedankenexperimente“ ausgewählt.

Am kommenden Donnerstag diskutiert der Gesprächskreis über Gedankenexperimente, die in dem packenden Science-Fiction-Film „The Philosophers – Wer überlebt“ angestellt werden. Besonders erfreut über die Fortsetzung der Reihe ist Büchereileiterin Sigrid de Raaf, die selbst an den Diskussionsabenden teilnimmt. Für sie war es wichtig zu lernen, auf einer anderen Ebene und nach bestimmten Regeln zu diskutieren, und zwar unabhängig von emotionalen Befindlichkeiten. In der neuen Veranstaltungsreihe wird der Begriff „philosophisches Gedankenexperiment“ als ein gedankliches Hilfsmittel definiert, mit dem bestimmte Theorien zu untermauern oder zu widerlegen seien. Es werde eingesetzt, um Inhalte, Konsequenzen oder Probleme einer Theorie oder These zu verdeutlichen.
In dem Film „The Philosophers“ erklärt der Philosophielehrer seinen Schülern ein Gedankenexperiment im Zusammenhang mit einer atomaren Katastrophe. Nach dem Abwurf einer Atombombe können sich die Schüler zwar bis zu einem Schutzbunker retten. Doch da in diesem nur zehn Menschen für ein Jahr versorgt werden können, müssen elf der Überlebenden zurückbleiben. Die Auswahl soll schnell, und zwar nach den Prinzipien der Logik und nicht der Ethik getroffen werden. Im Film ist das oberste Ziel das Überleben der Menschheit. Doch dem Philosophierenden stellen sich sofort mehrere Fragen, unter anderem: Ist es erstrebenswert, einen Atomkrieg zu überleben? Hat sich die Menschheit durch die Vernichtung des größten Teils des irdischen Lebens nicht disqualifiziert?
Schwerpunkt der nächsten Diskussionsrunde am 3. November ist die Sendereihe „Filosofix“ des Schweizer Rundfunks und Fernsehens. In dieser werden Beispiele aus der Philosophie in Comic-Form unterhaltsam präsentiert und wichtige Fragen des Lebens gestellt: Was ist richtig? Was ist wirklich? Wer bin ich?
Um Gedankenexperimente in Theorie und Praxis geht es am 8. Dezember. Im Mittelpunkt steht das informative, von Georg W. Bertram herausgegebene Lese- und Studienbuch „Philosophische Gedankenexperimente“. Darin wird zum einen untersucht, wie solche Experimente aufgebaut sind und was in ihnen geschieht. Zum anderen versammelt der Band 40 der wichtigsten Gedankenexperimente aus Philosophie und Literatur.

Termin

Der Gesprächskreis „Alltagsphilosophie“ diskutiert am Donnerstag, 19 Uhr, unter Leitung von Professor Hans-Dieter Schwalm in der Stadtbücherei über das Thema „Gedankenexperimente“.

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